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Das Schuljahresthema im Schuljahr 2019/20:

 

 

Kleine - ganz groß...


...lautet unser Jahresthema im Schuljahr 2019/20 und passt damit ziemlich gut zu einer Schule.
Im Laufe der Zeit werden aus kleinen Fünftklässlern hoffentlich Stück für Stück große, verantwortungsbewusste Schüler, die nach ihrem Schulabschluss motiviert ins Berufsleben starten. Dabei wachsen sie in schwierigen Situationen über sich hinaus und meistern ungeahnte Herausforderungen.
Daraus ergibt sich ein ziemlich rundes Bild einer werteorientierten Schule, an dem es sicherlich nichts auszusetzen gibt. Zumindest sieht so unsere gesellschaftliche Idealvorstellung aus.

Doch für uns als christliche Schule wäre das nur eine sehr einseitige Betrachtung - denn hinter dem Thema "Kleine - ganz groß" verbirgt sich eine geistige Wahrheit.

Gott nimmt sich den Kleinen und Schwachen an. Ihm ist es egal, was für ein Ansehen oder Status ein Mensch in der Welt hat.
Vielmehr widersteht er jenen, die hochmütig sind und sich für groß und mächtig halten.
In der Bibel finden wir zahlreiche Erlebnisse von Menschen, die Gott in ihrer Schwäche zu großen Taten gebraucht hat. Das waren ganz oft Menschen aus schwierigen Verhältnissen und keine strahlenden Persönlichkeiten.
Denken wir an den jungen Josef, der von seinen Brüdern in die Sklaverei nach Ägypten verkauft wurde und den Gott dennoch zur rechten Hand des Pharaos aufsteigen ließ.
Oder rufen wir uns den verstoßenen Mose in Erinnerung. Ein älterer Mann, der überhaupt nicht gut reden kann, bietet dem Pharao die Stirn und befreit mit Gottes Hilfe sein Volk aus der Gefangenschaft.
Mit welchen Augen hätten wir diese beiden Menschen gesehen?
Würden wir einen jungen Sklaven aus dem Gefängnis zum Landwirtschaftsminister ernennen oder einen verbannten Greis mit Lampenfieber zum Anführer einer ganzen Nation machen? Natürlich nicht!

Aber Gott sieht diese Menschen, die wir verwerfen, mit völlig anderen Augen. Er sieht in das Herz der beiden und weiß, dass diese Männer genau die Richtigen für ihre Aufgaben sind.
Noch heute erzählen wir deren Geschichten. Geschichten, in denen "Kleine ganz groß" waren. Von den stolzen, luxusverwöhnten Pharaonen, die sich selbst für Götter hielten, sind dagegen nur überdimensionale Gräber geblieben.

Das Vermächtnis der Bibel wirkt bis heute. Gott zeigt uns damit, dass er in schwierigen Situationen für uns da ist. Dass er eine Größe ist, mit der wir rechnen können.
Und wenn Du wieder mal denkst, dass du für eine Herausforderung zu klein bist, dann unterschätze nicht, für welche Aufgaben Du vielleicht geschaffen bist.